Es regnet, die Erde wird nass – oder auch nicht.

Der Klimawandel sorgt für einen spürbaren Umschwung, auch in Deutschland. Die durchschnittlichen Temperaturen steigen, die Anzahl und Dauer der Niederschläge im Sommer sinken und extreme Trockenperioden- wie in den letzten Wochen- halten deutlich länger an. Warum passen wir unsere Art der Bepflanzung und unsere Böden nicht diesen Bedingungen an und werten sie auf? Denn jeder liebt sein grünes, blühendes Beet im Sommer!

Pflanzenkohle als Wasserspeicher.

Um das enorme Potential von Pflanzenkohle aufzuzeigen, haben wir einen kleinen Versuch gestartet. Wir haben zu herkömmlicher Blumenerde aus dem Einzelhandel unterschiedliche Mengen an Pflanzenkohle beigemischt, um das Wasserspeichervermögen zu erhöhen. Warum das funktioniert? Ganz einfach: Pflanzenkohle hat die Struktur eines Schwammes mit einer sehr großen Oberfläche von 400 m2/g. Das heißt, um die 100 g Pflanzenkohle hat die Oberfläche von ca.  6 Fußballfeldern.
Unsere Wahl der Pflanzen fiel auf die Margerite. Jeder kennt Margeriten, sie sind schön anzusehen und hitzeresistent sollen sie auch sein.  Diese haben wir ordentlich gegossen, damit unsere Erde gesättigt ist und im besten Fall die bevorstehende Trockenperiode überlebt.

Fazit.

Tada! Nach 3 Tagen simulierter Trockenheit, Außentemperaturen um die 30°C und sehr viel Sonne sehen die Margeriten mit beigemischter Pflanzenkohle noch richtig gut aus.  Das können wir von den Margeriten ohne Pflanzenkohle leider nicht behaupten. Traurig haben sie ihre Köpfe hängen lassen und auch das satte grün der Blätter hat sich verabschiedet. Die Margeriten mit geringeren Anteilen beigemischter Pflanzenkohle waren zwar welk, haben sich aber nach etwas gießen wieder voll erholt.